Project: New angles and new angels.

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April 7, 2011 by Syd

Ja, da war doch was. An einem schönen Sonntagmorgen flog es reichlich unerwartet (ich und Kalender) in meine Wohnung ein und war gekommen um zu bleiben. Zwischen wieder zu füllenden Umzugskartons (ich schwöre, ich schmeiße Omas Eierbecher weg, ganz bestimmt), dem Gefühlschaos zwischen “Eigentlich bin ich schon gar nicht mehr hier, aber irgendwie doch” und einer illustren Suche nach einer Wohnung im Münchner Umfeld, galt es das gemeinsam gedachte Projekt eines Drehbuchs umzusetzen. 12 Minuten Film, das ist ja wohl in ein paar Tagen zu machen….ja, ich bin zu optimistisch.

Da hatten wir nun den Salat. Alldieweil ist daraus ein Buchprojekt geworden, der Verlag hat zugesagt und ich verbringe meine Tage zwischen Wahnsinn und enormem Spaß. Eine Bilanz aufzustellen würde mir auch nur in Mengenangaben über verwendeten Kaffee, Whisky, gerauchte Zigaretten und die Eier, die der Mitautor verspeist gelingen. Gelernt habe ich aber daraus mehr, als ich dachte. Den Blickwinkel auf jede Geschichte, jedes Gespräch ändern zu können, ist der große Gewinn einer solchen Zusammenarbeit. Was ein Choleriker wie ich dabei allerdings auch wieder und wieder lernen muss ist: Wenn zwei Egos ein Projekt miteinander durchziehen wollen und sich nebenbei noch vertragen möchten, lernt man spazieren zu gehen. Ist ja auch gesund.

Gemeinsam mit jemandem zu schreiben, der weitaus organisierter als ich ist, ist auf der einen Seite produktiv, auf der anderen dezimiert dieses Projekt meinen Whiskyvorrat enorm. “Syd, der hatte aber nen blauen Pulli an.” kann einem zwischendurch bösartigste Kommentare ala “Dann zieh ihm meinetwegen nen Scheißsmoking an” provozieren. Vielleicht sollte man so etwas öfter machen. Dass Männer gerne öfter weinen würden, mag keine großartige Neuigkeit sein, wie sie darüber schreiben allerdings schon. Und was Waliser und Schwaben gemeinsam haben, darüber schreibe ich dann mal, wenn das hier erstmal vorbei ist und wir alle gemütlich in Oberbayern sitzen. Einen Kommentar hierzu überlasse ich meinem guten Twuetopiakumpel Turnie auf twuetopia

Und während zarte Celloklänge aus dem Nachbarzimmer klingen, meine Küche wieder für walisisch-bodenständiges Kochen mißbraucht wird, erfreue ich mich an der Sonne auf der Terrasse und ignoriere mal eben, dass ich nachher noch ne Flötenstunde geben muss. Life can be easy.

” Wrth gicio a brathu, mae cariad yn magu.

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2 thoughts on “Project: New angles and new angels.

  1. Rieke says:

    Drehbücher schreiben ist ein Ding für sich. Man lernt, das man sich fantastisch eindimensional fortbewegt, bis dann das Gegenüber kommt und das Zeitraumkontinuum aus den Fugen bringt. Sozusagen einen 3D Effekt erschafft. Der die Tiefendimension von Alice im Wunderland wie einen Purzelbaum erscheinen lässt. Aber ich bin schon von jeher der Meinung gewesen, das man vom Auftraggeber über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden sollte, wenn man an einem Drehbuch arbeitet. Chronischer Schlafmangel, massiver Kaffee- und Zigarettenverbrauch, sowie das Problem ständig die Namen der Hauptcharaktere durcheinander zu bringen. grmpf Am Ende kann man nur hoffen, das das Geschaffene in zweiter Hand nicht verschandelt wird und man sich dann fragt, warum man soviel Energie und Kraft hineingelegt hat. Drum wünsche ich dir und deinem walisischen Meisterkoch, das es ein Happy End gibt 😉

  2. Syd says:

    Indeed, my dear, indeed. Heute nahm das Chaos dermaßen seinen Lauf in meinem Hirn, dass ich glatt vergessen habe, welcher der drei Protagonisten eigentlich welcher ist. Ging gar nichts mehr. Naja, wir werden sehen, was rauskommt. Jetzt essen 😉

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