To be continued, Bayern Episode 3

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September 1, 2011 by Syd

Wenn ein Schwabe nach Bayern emigriert, dann gerät doch einiges Durcheinander. Bayern ist ja bekanntermaßen nicht das Topeinwanderungsbundesland. Und so werden die Neueingewanderten gleich mal mit einer dreifachen Anmeldung bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse beglückt, für reich erklärt und damit zum Topschulgeldzahler der Region über Nacht gemacht. Stimmt, der Scheffe wollte mein Apartement auch als Villa ausweisen und das nur weil ich eine Sauna besitze.
Apropos Villa. In unserem neu geschaffenen Anthroposophenhaus gab es einen bunten Reigen an Anwärtern für unser Luxuszimmer, das wir zu vergeben haben.
Erst einmal zog allerdings gestern die Kollegin mit dem Nötigsten für die nächsten vier Wochen ein. Zum Glück brachte sie dafür einige Regale mit. Ihr Nachfolger fand sich denn auch nach einem größeren Ansturm. Da München im Moment total ausgebucht ist, gab es gleich 157 Bewerber auf unsere idyllische Wohngemeinschaft. Man ignoriere die anderen Stimmen, die uns als Terrortruppe bezeichnen wollten. Am Schluß fand sich ein spontaner Elektriker, der zudem nichts gegen das ganze Musik und Theaterremidemmi in unserem Haus hatte, sondern gleich mal fragte ob er die E-Gitarre auch einstöpseln darf. Dieser Satz machte ihn unter den Anwesenden gleich zum Sofortgewinner. Es wird lauschig unter unserem Waldorffächlein mitten im Herzen der Transcommunity Bayerns werden. Maria darf endlich neben Buddha stehen, die Nachbarn prügeln wir mit brachialer Lautstärke und Kulturgut nieder, da sie meinten uns mit Schlagern aufwecken zu müssen und der Italiener weiß auch schon, wann der Grappa aus dem Schrank zu holen ist.
Wie und das alles in Bayern? Böse Zungen behaupten, dass die moderne, aufstrebende Kleinstadt, in der wir unsere Zelte aufgeschlagen haben gar nicht bayrisch sei. Zuviele Nichtbayern und so. Quasi die Bronx von Oberbayern.
Was lernt man nach vier Wochen Bayern, die zum Glück durch ein Wochenende mit der irrsten Terrortruppe in England unterbrochen waren? Richtig! Ein guter Tag endet mit….BIER und die Terrortruppe hat sich zum Oktoberfest angemeldet, damit uns auch ja nicht zu bayrisch wird hier.
Und am Ende dieses Tages beglückt mich noch die Kollegin Frau P. mit etwas, das man unbedingt gehört haben muss.

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