Merry christmas…Bavaria, home, sweet home

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December 22, 2011 by Syd

Ja, das Ende vom Jahr wurde an einem anderen Flecken Erde eingeläutet, als das letzte. Hätte man mir heute vor einem Jahr gesagt, dass ich in einer bayrischen Kleinstadt vor den Toren Münchens ende, ich hätte denjenigen glatt eines übermäßigen Glühweinkonsums bezichtigt.
Nicht, dass die Bronx sich je auch nur irgendwie nach Heimat anfühlte, aber dennoch. Edeland. Land unterirdischer Sitten, noch unterirdischerer Trachtenklamotten und äh dieses Zuckerbäckerdasein, nä. Vorher wähnte ich mich schwitzend auf Haiti, was zwischendurch dann auch mal so aussah. Doch an einem sinnlosen Whiskyheimatwochenende in Twuetopia ließ ich mich in meiner geistigen Umnachtung dazu bringen mich, man halte sich fest, in Wolfratshausen zu bewerben. Ja, wenn schon, dann direkt in der Höhle des Problembären.

Ja, aber kaum war man da, so fühlte sich die ganze Geschichte täglich mehr nach Heimat an. Nach einer ausufernden Umzugsaktion (wurde hier berichtet), ließ ich mich in meinem Anthroposphenhaus nieder. Manch Unverschämter nannte das Villa. Aber wie recht @TurnieGC behalten sollte mit seiner Vision eines Anthrohauses, zeigt sich heute. Am heutigen Tage zieht die Freundin, die das Ganze irgendwie angezettelt hat, in die Nachbarwohnung.

Bayern, ja, gut, äh, Bayern, das is net Geretsried, äh, da wohnt das Gschmerl do. Ich wohne in der einzigen nichtbayrischen Stadt in Bayern. Das half bei der Eingewöhnung doch enorm weiter. Aber nun sind wir hier, mitten im schönsten winterlichen Schnee mit neuen Mitbewohnern, vielen neuen Freundschaften, Schlittschuhen und äh, ja gut, äh, also keiner S-Bahn. Dafür Teil einer chaotischen, aber wunderbar familiären Schulgemeinschaft, gereift um Erkenntnisse über unsere transsexuellen Mitmenschen und warten auf den Tannenbaum aus der Weihermühle. Gut, äh, also bayrisch wird der ned. Ein bisschen Exilexaltiertheit muss sein.

Wollen wir weg? Nein. Denn irgendwie ist dieser Flecken Erde zu schön um ihn zu verlassen. Auf dem Heimweg sieht man jeden Tag in der Ferne die schneebedeckten Berge, in den Weihern lässt sich baden und die Isarauen sind eh schöner als jedes Freibad. Eins muss man den Bayern nämlich lassen: Von Lebensqualität verstehen die was. Und so endet das Jahr an diesem Ort mit einem Gefühl von Heimat und vielen Plänen für das neue Jahr. Die Umbrüche waren doch so enorm, dass wir dieses Jahr ganz chillig mit wunderbaren Freunden Weihnachten begehen und uns wirklich sogar echt drauf freuen. Ja, gut äh, und die Blumen, ja, die san scho higricht.

In diesem Sinne ein herzliches Danke an all diejenigen, die dieses Wahnsinnsjahr mit uns bestritten haben, sei es auch der Tatsache geschuldet, dass es bei uns nie langweilig wird. Ein herzliches Vergeltsgott also an Annemarie, Imke, Stefan, Edith, Marisa, Matt, Jay, Dani, Ian, Bonnie, Eva, Niall, Karsten, Joe, Stephan, Petra, Thomas, Emma, Dirk, Hendrikje und die unvergleichlichen Planetenbesetzer. Und wie immer an die tollsten, wunderbarsten, schönsten und intelligentesten Kinder dieser Welt, nämlich meine, eigene wie unterrichtete.

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One thought on “Merry christmas…Bavaria, home, sweet home

  1. Hendrikje Pries says:

    Hab ich denn in knapp 4 Jahren Bayern die Schönheit dieses Flecken Erdes übersehen? Nun ja, Erde wars ja nicht. Bayern eben. Dennoch, ein persönlicher Besuch wird mich vielleicht eines Besseren belehren?! Schaun wer mal 😉 In diesem bayerischen Sinne wünsche ich dem Delzschen Familienwahnsinn eine gscheites Fest, gscheiten Jagertee und gscheite Geschenke. 😉 Gott vergelts. Eure Rieke 😉

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