“Parents are obliged to keep their children under strict control”-Leben in Irland für Anfänger

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June 23, 2012 by Syd

Während in unserem traumhaften Bed and Breakfast immer noch an unserem Cholesterinspiegel hart gearbeitet wird, immerhin gab’s heute zwei frittierte Tomaten als gesunde Beilage, wird an anderen Orten der Gastlichkeit gleich ein Zeichen gesetzt, wie man sich das Verhalten seiner Gäste so wünscht.
“Parents are obliged to keep their children under strict control”. Irgendwie habe ich ja nachdem ich die Eingangstüre passiert hatte Kinder an Hundeleinen erwartet, aber nope nada gar nix. Tatsächlich saß die irische Familienidylle am Nachbarstisch und hetzte unter dem Tisch den Familienhund zu allerlei Schandtaten auf.
A propos Hunde. Hunde gehören einfach dazu, jeder hat einen. Kaum hat man erwähnt ein solches Exemplar zu besitzen wird einem ausführlichst alles über jeden jemals im Hause des Gegenübers befindlichen Hund berichtet. Selbst meine Firma unterstützt heute mit einem BBQ bei Windstärke X den örtlichen Hunderettungsverein. Gleich vier Lokalgrößenbands spielen dazu auf und man kann eine Hundemassage gewinnen.
Man gewöhnt sich ja nach und nach an das fünftteuerste Land und erwartet so einiges, wenn man für eine Zahnpaste vier Euro bezahlt, aber was Technnik und Dienstleistungen anbelangt, so kann sich Deutschland eine Menge davon abschneiden.
Beim Luxusfriseur wird man hierzulande nämlich erst einmal in einen Massagesessel geparkt für einen “wee chat” um dann zwei Stunden lang straßentauglich gemacht zu werden und findet sich am Ende mit einer 34 Euro Rechnung wieder.
Da der gemeine Ire keine landline mehr hat, ist auch der Telefonmarkt im Umbruch und beim örtlichen Hipunternehmen three.ie bekommt man dann gnadenlos jedes noch so teure Handy für die Hälfte. Gerne noch mit einem Pad dazu, wenn nötig.

Beim “chat” mit dem liebsten Lieblingsiren in einer ebenso hippen Innenstadtbrasserie bei stirfry, erfährt man dann auch weitere Highlights modernen Lebens in Irland und warum Angela demnächst als Postergirl dem Irish Independant beigelegt wird. Mit Angie haben sie’s. Angie ist jeden Tag mindestens einmal überlebensgroß in einer Tageszeitung abgebildet, öfter als der irische Regierungschef. Und wenn Superangie nicht gerade die Welt und Irland rettet, so taugt die Flagge, die die Iren bei der EM hochgehalten haben für 20000 Euro Charityeinkommen. “Angela thinks we’re working” Da es Angela aber neben ihrer Wahnsinnsrettungsqualitäten ein wenig, nun sagen wir an Sexiness mangelt, prangt nun gerne Super-Mario Gomez neben ihr. Der Inbegriff eines deutschen Adonis (Zitat), der laut Iren poetischen Fußball spielt. Aber auch “Swineherd”, also unser Schweini kommt gut weg.Optisch bei den Mädels und auf dem Platz bei den Herren hier. Da kann man dann auch drüber wegsehen, dass ausser Sportübertragungen das irische Fernsehen noch schlimmer als die geschenkte Bild am Sonntag in Deutschland ist. BTW, Bildzeitung….wer da noch einmal was drüber sagt, hat niemals in seinem Leben zuvor den Daily Mirror oder die Irish Sun gelesen, daneben ist die Redaktion der Bildzeitung eine Ansammlung begabter Wahrheitssucher.
Ob ich bei dem Wetter, immerhin fahren nicht mal mehr Schiffe raus auf die Irische See nun wirklich zu einem BBQ muss, entscheide ich lieber später, so teuer kann die Hundemassage ja nicht sein.

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