Bayrische Mülltrennung oder neulich im irischen Supermarkt

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July 13, 2012 by Syd

Nachdem der Bekannte, der hier seit vier Jahren abhängt, heute die Schicksalsfrage für einen Deutschen schlechthin stellte, nämlich ob ich schon irgendwo zufällig eine Kaffeemaschine zum Erwerb gesichtet hätte, auf zum neuen Tesco hier gerauscht. Brave new Irish Shopping World und mal ne Bestandsaufnahme gemacht.

Danach hatte ich einen Fernseher für unglaubliche 89 Euro, mit integriertem DVD Player und dem von Jens ersehnten HDMI Anschluss, mehrere Liter Mandelmilch, die hier auch kaum mehr als normale kostet, während man die in Deutschland sich einmal im Jahr leisten kann, aber eine Kaffeemaschine gabs da auch nicht.

Dafür gab es den indischen Kram, der in good old Germany auch 7 Euro kostet für zwei Euronen, die Äpfel aber glatt mal in der billigsten Form für den Preis handverlesener Demeteräpfel. Ja, man fragt sich. Erdbeeren sind Luxusware, kein Wunder bei dem Dauerregen. 

Regalreihe um Regalreihe wird die Einkaufswelt unerklärlicher. So kann ich zwar mit einer Tescokarte für nur 1 Cent nach Deutschland fonieren, um dort die Sommerbesucher zu beauftragen Kaffee mitzubringen und im Flugzeug Zigaretten zu erstehen, aber eine simple Kaffeemaschine gabs nicht. Auch keine Bodumkanne. Mixer, Flambiergeräte für Creme brulee, tausend Auflaufformen, Fernseher zum Schrottpreis, Telefone, hunderte Erbsentüten in der Gefriertruhe, blödes Sandwichbrot, Linda McCartney’s vegetarische Gerichte in vielen Sorten, ja sogar Joghurt mit der Ecke, aber Kaffee??? Der Sohn kehrt trotz Kopf-äh-Preisgeld aus der Kaffeereihe wieder nur mit Instantpulver zurück. Und glaubt mir für den Dr. Dolittle Film hätte der sogar Englisch mit der Verkäuferin parliert, aber nada. Nix! 

Man bekommt die neuesten Adidasfußballschuhe für 40 Euro, aber Joghurt kostet weit über einen Euro. 

Wer jetzt annimmt, dass die Iren aufgrund dieser Preispolitik ranke, schlanke Fitnessgurus sind, täuscht sich, die hängen lieber vor dem billigen Fernseher und unterstützen die einheimischen Brauereien.Wenn jemand abseits von Angie Irland rettet, so wird es die Guinnessfamilie sein. Müde von der Suche erreichten wir die letzten Reihen im Shoppingparadies, entkräftet vom Koffeeinmangel

Doch halt, halt. Geplättet vom Shoppingwahn steuerte ich die Bierabteilung an und so brauchte mein müdes Gehirn auch einige Sekunden um folgendes Bild zu verkraften: 

Image

Und seither, weiß ich eines. Irland wirbt mit heimischen Gütern, Bayern entsorgt seine im Ausland. Liebe Bayern, behaltet Euer Bier, das gibt’s hier besseres und schickt Kaffeemaschinen.

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